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Fiji (Nadi and Yasawa Islands), 25.September – 02. Oktober 2019

Heute fliege ich von Brisbane nach Nadi, um mein Abenteuer Fiji zu starten. Eine Woche Inselhopping über die Yasawa Inseln im Norden und Tauchen steht auf dem Programm. Auf die Idee hat mich ein Freund gebracht, der auf seiner Weltreise mal eben einen Abstecher auf die Inseln gemacht hat, weil man “eh schon da ist”.

Ich fand diese Idee gar nicht schlecht und bin gespannt, was mich erwartet! Da ich so viele neue Eindrücke wie möglich sammeln möchte, fühlt sich das alles richtig an!

Ich bin für 2 Nächte im Smugglers Cove untergebracht. Lecker Essen, gutes Bier&Rugby Übertragung in der Bar. Direkt am Strand gelegen, lädt es zu vielen Spaziergängen ein. Ich gönne mir eine Massage und genieße das Leben!

27.September, Kuata

Bula (hallo)! Meine erste Insel, auf der ich auch tauchen werde. Ich werde mit einem kleinen Boot dorthin gebracht und wir fahren direkt durch die Korallen-Wälder. Bei Ebbe sind diese nämlich sichtbar. Ich bin ziemlich geflahst, weil nachmittags sind die Korallen-Bänke wieder komplett unter Wasser und ich kann darüber schnorcheln.

Ich melde mich nach dem Check-In direkt bei der Tauchbasis für den Bull-Shark Tauchgang an und ab gehts.

Wir Taucher dürfen direkt bei einer Fütterung der Bullen Haie dabei sein und kommen den Tieren so nah, wie es für beide Parteien angenehm ist. Was für eine spannende Erfahrung!

Den Nachmittag verbringe ich bei einem Cocktail in der Hängematte und gehe nochmal schnorcheln. Life is good!

28.September, Nanuya Balavu Island

Manta Ray Island Resort heißt mein Hotel. Ich hoffe auf eine Manta Sichtung. Im nahe gelegenen Kanal zwischen 2 Inseln, werden regelmäßige viele Tiere gesichtet, die bei Flut die Strömungen und die mit ihr einhergehende Nahrung ausnutzen.

Sobald Rochen gesichtet werden , ertönt im Resort ein lauter Gong und alle die mit den Tieren schwimmen wollen, können mit ihrem Schnorchel-Equipment zum Boot runterkommen.

Am 1. Nachmittag ertönte leider kein Gong und am 2. Tag bin ich extra früh raus um den Sonnenaufgang zu beobachten. Auch am Morgen habe ich leider keinen Gong gehört, aber alternativ einen Tauchgang gebucht, von daher war ich auf jeden Fall unter Wasser und die Fische&Schildkröte haben ordentlich entschädigt. Die Küche in diesem Resort ist der absolute Knaller, so werden wir Bewohner alle kulinarisch verwöhnt.

29.September, Tavewa Island

Heute ist ein wie man so schön sagt “richtiger Scheißtag”…angefangen von den nicht gesehenen Mantas, dem verpassten Transferboot, weil mir die falsche Zeit gesagt wurde und den daraus resultierenden 90 Dollar Extra für die nächste Fähre.

Aber der Brüller war die letzte Unterkunft….wir fahren an den schönsten Stellen vorbei und lassen alle Mitfahrer an den paradiesischsten Resorts raus und ich werde immer nur mittleidig angeschaut, wenn ich sage, wo ich rausgelassen werden möchte. Ich ahne was da kommt!

Mir wurde sogar von einer Betreurin gesagt “It is not a goodbye, maybe a see you later”…..was ich nach dem Anblick meines “Resorts” gleich ganz anders verstehe.

Ich komme also an, alles ziemlich runtergekommen, nicht mehr gepflegt…nachdem mir gesagt wird, dass ich der einzige Gast bin, wird mir so einiges klar 😀 

Und dann nimmt doch ein kleines Wunder seinen Lauf…..ich merke, wie mich die Wut packt: “ich höre mich schon fluchen “kack Paket, was die mir da verkauft haben, voll drauf reingefallen, sone scheiße”… Bullshit FM ist am Laufen.

Dann überlege ich kurz, was ich machen soll…..natürlich war mein erster Impuls gleich wieder zurück zu wollen und mir einfach ein anderes Resort zu suchen”.”das kann doch jetzt nicht sein, nach all den schönen Dingen?!”

Und dann kam das, was mir leider im normalen Alltag noch zu selten gelingt…

Ich habe tief durchgeatmet und mich gegen meine schlechte Laune entschieden und ZACK sah die Welt schon gleich ganz anders aus!

Ich bin immer noch auf den Fijis, bei 30 Grad! Stell dich nicht so an! Cool, ich wollte schon immer mal alleine auf ner Insel sein (Achtung, pass auf was du dir wünscht, manchmal gehen sie anders in Erfüllung als gedacht!). Klasse,  keine nervenden Tourist und keinen lärmende Bar in der Nähe. Durch das fehlende Entertainment-program hab ich endlich mal Zeit zu Lesen und meinen Rücken mit Gymnastik zu verwöhnen!

Da ja kein anderer Gast da war, bekam ich auch meine eigene kleine Hütte mit eigenem Bad.

Der Sternenhimmel Nachts war wieder einzigartig schön! Ich kann mich an der Milchstraße gar nicht satt sehen!

Und ich habe endlich mal wieder Sachen gemacht, mit denen ich mich schon als Kind stundenlang beschäftigen konnte (bei Ebbe Muscheln sammeln und Krabben beobachten, in der Hängematte liegen und Tagträumen).

Zu meinem Glück lag in der Lobby ein Neuseelandführer (Erscheinungsdatum 2016, sogar recht aktuell)…..in einem Tag hatte ich unsere Reise nächsten Monat durchgeplant!

Abends wurde ich von den Angestellten dann ganz lieb zum gemeinsamen Essen eingeladen. Die Situation war total ungezwungen und sie erzählten mir, dass ich der letzte Gast sei und das Resort eh in 2 Wochen abgerissen wird. Das erklärt natürlich einiges.

Die Herzlichkeit der Menschen hat mich wieder überwältigt. Ich hatte quasi 5 eigene Angestellte, die mich immer mit meinem Vornamen angesprochen haben.

Selten war ich so entspannt, wie in dieser Zeit. Natürlich hatte ich kein Internet oder TV, und bin ins Bett gegangen, als es dunkel wurde und bin früh mit der Sonne aufgestanden.

Wann hattest du das das letzte Mal in deinem Alltag?

Das bleibt mir auf jeden Fall sehr in Erinnerung und ich wünsche dem Team dort viel Erfolg mit ihrem neuen Hotel!

Danach ging es für mich noch 2 Tage in mein erstes Hotel zurück, dort habe ich die letzte Zeit vor meinem Flug zurück nach Brisbane verbracht.

Vinaka Fiji ans see you again!

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