Meine erste Großstadt! Nach so viel frischer Seeluft, mag ich die Stadtluft gar nicht einatmen.
Das Städtchen (nach Sydney und Melbourne Australiens 3.größte) gefällt mir trotzdem gut, ich lasse mich durch die Innenstadt, am nahe gelegenen Fluss und durch den Botanischen Garten treiben.
Abends treffe ich Katharina, mit der ich damals zusammen in Holland studiert habe. Wie klein die Welt mal wieder ist! Dinner gibt es in einer tollen Location (Libertines, http://libertine.net.au ) mit leckerem Essen und endlich ordentlichem Wein. Cheers!
Der 24. Ist erst der erste Teil meines Brisbane Aufenthalts. Da ich von dort aus auf die Fijis und zurück fliege, packe ich den Bericht über den 2. Teil gleich mit dazu: Viel Spaß dabei!
Bei meinem 2. Teil steht diesmal die Stadt im Mittelpunkt. Gekrönt wird es wieder mit einem Besuch bei Katharina, die mir mehr über ihre Leben hier erzählt.
Zusammen waren wir auf einer Camel-Farm und abends im Madame Wu superlecker Asien-Fusion-Food essen (https://www.madamewu.com.au) ! Das totale Verwöhnprogramm. Vielen lieben Dank für deine Gastfreundlichkeit! Das waren ein paar unvergessliche Tage!
Ich mache eine Brisbane Greeters Tour (http://www.visitbrisbane.com.au.) Das gibt es hier in den Großstädten oft, dass Anwohner Touristen-Gruppen kostenlos “ihre Stadt” zeigen. Wir hatten Glück mit Neil Sivyer nicht nur einen gebürtigen Brisbaner, sondern auch noch einen ehemaligen Lehrer und Hobby-Historiker als Führer zu haben. In einer kleinen Gruppe von 5 Leuten “scheuchte” er uns (“Sorry, I am a fast walker) durch die Innenstadt und sorgte mit massig Insiderwissen, alten Erinnerungen, Geschichten über die Stadtwentwicklung und ihre Zukunft dafür, dass die 4 h wie im Fluge vergingen. Ich hätte ihm noch viele weitere zuhören können! So tief und interessant war sein Wissens-Schätz. Ein wandelndes Lexikon!
Am meisten beeindruckte mich der Satz “They can handle change” auf meine Frage, wie die australische Kultur mit dem stetigen Wandel und den Herausforderungen der modernen Welt umgeht (Einwanderung, viele Kulturen, Digitalisierung). Dadurch, dass die westliche Welt wie wir sie kennen, erst seit gut 200 Jahren hier auf dem Kontinent zu finden ist, mussten die Siedler durch harte Arbeit&Vertrauen den anderen Menschen gegenüber sich die unwirtliche Umgebung des roten Landes erschließen.
Ich spreche hier bewusst nicht von den Aborigines, die eine viel längere Geschichte hier auf dem Kontinent, in IHREM Land haben. Das ist ein eigenes Kapitel und es macht mich schon traurig zu sehen, wie mit den Ureinwohnern und ihrem Erbe umgegangen wird. Ich hoffe, auf meiner weiteren Reise noch tiefer in ihren Glauben eintauchen zu können.
Diese lockere Aussi-Art, den schnippischen Humor und vor allem diese “we can do it – Haltung” merkt man bis heute an der Lebenseinstellung und der Freundlichkeit der Menschen. Gerade Brisbane ist multikulti und wird stetig von den mehrheitlich asiatischen Einflüssen weiter verändert. Anstatt dagegen anzukämpfen, schafft es die Kultur der Stadt die fremden Aspekte offen anzunehmen und eine gemeinsame Zukunftsvision zu kreieren “For a better Brisbane”. Dieser Spirit beeindruckt mich sehr und ich bin neugierig diesem lebendigen Fleckchen Erde in 10-20 Jahren mal wieder einen Besuch abstatten zu dürfen.


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