Erneut mache ich mich mit einer kleinen, bunt gemischten Reisegruppe auf den Weg, um Australiens Naturwunder zu erkunden. Diesmal geht es über die berühmte Great Ocean Road (243 km, verläuft zwischen Torquay und Allansford an der Küste entlang), durch Regenwälder zu den atemberaubenden Felsformationen der 12 Apostel und der London Bridge.
Über Nacht bleiben wir in einem Camp im Grampians Nationalpark. Die Fahrt dorthin gestaltet sich als sehr abenteuerlich, da es bereits dämmert und damit die Kängurus aktiv werden.
Sie fühlen sich vom Scheinwerferlicht der Autos angezogen, deshalb stehen sie regelmäßig wie ein Anhalter am Straßenrand. Das treibt unsere Reiseführerin natürlich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Laut hupend fahren wir also im Schneckentempo mit abrupten Bremsmanövern durch den Park, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
Der Grampians Nationalpark besticht durch seine Wildheit und Unberührtheit. Farnwälder mit Wasserfällen wechseln sich mit klassischen Eukalyptusflächen ab. Hier und da hängt mal ein schlafender Koala in den Baumkronen.
Auf dem letzten Abschnitt halten wir noch einmal kurz am Pink Lake. Einem See, dessen Wasser so salzig ist, dass spezielle Bakterien darin wohnen und es deshalb rosa erscheint. Der See ist salziger als das tote Meer und man läuft anstatt auf Sand, auf Salz. Ein sehr merkwürdiges Gefühl.
Am Abend des zweiten Abends komme ich in der letzten Unterkunft meiner Australienreise an. Die kommenden Tage werde ich Adelaide und seine umliegenden Weinregionen unsicher machen.


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