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Adelaide/Barossa Valley &McLaren Vale, 30. – 3. Oktober 2019

Am ersten Abend laufe ich durch die Straßen Adelaide und denke mir “wie verschlafen ist das hier?”. Bordsteine hochgeklappt, kaum eine Seele unterwegs. Am nächsten Morgen löst sich das Rätsel…mein Hostel liegt einfach eher im Business-District, da ist nach Feierabend kein Mensch mehr. Deshalb entschließe ich mich am 2. Tag mal in die andere Richtung zu spazieren und siehe da: Pubs, Kneipen, Läden….gut, ich war schon erschrocken. 

Alles in allem ist Adelaide doch etwas ruhiger und zurückhaltender als Melbourne oder Sydney. Auch die Stadt-Architektur macht einen “gemachteren” Eindruck, wie mir ein Reiseguide bestätigt. “It was build for the good&glory”. Die anderen Großstädte Australien wurden als Straflager Kolonien der Briten gebaut, Adelaide stand aber immer schon unter deutschem Einfuss und hat keine Bösewicht-Vergangenheit. Die Deutschen Lutheraner kamen damals hier rüber, um der kirchlichen Verfolgung in ihrem Heimatland zu entfliehen. Mitgebracht haben sie Weinreben und Landwirtschaft.

Die deutsche Kultur findet man hier an vielen Ecken (z.B. die Gemeinde Hahndorf). Außerdem ist Adelaide auch bekannt als City of churches, weil eben viele Religionen hier wegen der Liberalität Zuflucht gesucht haben.

Meine Ausflüge ins Umland gehen durch die nahe angrenzenden Adelaide Hills ins Mc Laren Vale und das für seine Rotweine berühmte Barossa Valley. Hier vor Ort fällt es viel leichter, mir die einzelnen Anbaugebiete zu merken und auch weiter in die australische Weinkultur einzusteigen, als zuhause vor dem Laptop oder den Lehrbüchern.

Die Rieslinge aus dem Eden Valley sind zwar nicht so säurebetont und kräftig wie unsere deutschen, aber gerade bei den oft herrschenden Temperaturen von über 30 Grad sehr erfrischend.

Bei den Rotweinen hat es mir die Rebsorte Shiraz total angetan. Solch eine belebende Würze und Geschmeidigkeit. Auch als prickelnde Variante zu deftigerem Essen absolut zu empfehlen.

Schade, dass man nicht soviele Flaschen mit nach Hause nehmen darf. Aber davon werde ich mir definitiv die ein oder andere in den Keller legen.

In Adelaide selbst verfolge ich die letzten Spiele des Rugby Worldcups (eine sehr mitreißende Sportart), genieße Zeit im Naturkunde Museum (South Australia Museum) und stolpere über ein Dumpling Festival. Dort freunde ich mich mit einer multikulturellen Gruppe an, mit der wir abends noch gemeinsam etwas um die Häuser ziehen. Ein wunderbarer Abschluss einer wunderbaren Zeit!

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